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194 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Grafiken
Weinheim und Basel 2001
Preis: 12,- €
Beltz Verlag
ISBN 3 407 22826 0 |
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»Hinter den Hügeln und keinem bekannt, hier liegt das
Teletubbyland«. So beginnt eine der erfolgreichsten und populärsten
Kinderfernsehsendungen, die es jemals gegeben hat. Aber sollen und
dürfen unsere Kinder, insbesondere die noch ganz kleinen, dieses
Land überhaupt betreten? Ist das Verweilen "hinter den
Hügeln" nicht gefährlich für sie, schadet ihrer
Psyche, ihrem Sprachvermögen, der Bindung an ihre Eltern? Oder
direkter formuliert: Macht das Teletubbyland dumm und vielleicht
sogar fernsehsüchtig? Denn so beliebt die Sendung bei Kindern
ganz offensichtlich ist, so kontrovers wird sie von den Erwachsenen
diskutiert, von Eltern, Fachleuten und Journalisten.
Besonders die Presse und Talkshows im Fernsehen fielen, zumindest
beim Start der Serie, förmlich über die Teletubbies her.
Muss man sich also vor den vier bunten Plüschpummeln, ihrer
Sprache, der Babysonne, dem Windrad, dem Staubsauger Noo-Noo oder
der Sprechtröte wirklich fürchten? Müssen wir für
unsere Kinder wirklich ein Schild im Teletubbieland anbringen mit
der Aufschrift: Betreten verboten?
Wenn Sie dieses Buch lesen, in dem Journalisten, Pädagogen,
Psychologen, Sprach- und Medienforscher versuchen, auf die vielen
Fragen, die sich die Eltern stellen, eine Antwort zu geben, werden
Sie, nach dem, was Sie bisher vielleicht gehört haben, erstaunt
feststellen, dass die Sorgen, die sich um die Teletubbies ranken,
von den Fachleuten überwiegend nicht geteilt werden.
Der positive, wenn auch keinesfalls unkritische Tenor überwiegt,
ob es sich nun um Erfahrungsberichte handelt, die das Buch einleiten
oder um wissenschaftliche Untersuchungen, die der Frage nachgehen,
wie Kinder, auch schon die ganz kleinen, auf die Sendung reagieren
und wie sich das Gezeigte auf sie auswirkt.
Der besonders häufig geäußerten Sorge, ob sich die
Sendung auf das Sprachvermögen unserer Kinder negativ auswirkt,
wird dann ebenso nachgegangen wie der Frage, ob Kinder von den Teletubbies
etwas lernen können und wenn, was genau sie da mitbekommen.
Ein anderer Beitrag geht auf die Entstehung der Sendung ein und
auch der Erfinder der allseits beliebten "Sendung mit der Maus"
kommt zu Wort. Natürlich werden Ratschläge gegeben, wie
man sich die Sendung mit den Kindern ansehen sollte und wie man
auf kindliche Konsumwünsche hinsichtlich von Teletubbyprodukten
am besten reagiert. Mit den Gründen einer oftmals überzogenen
Kritik an der Sendung wird sich auseinandergesetzt und die in ihrer
Vielfalt und Bedeutung oft unterschätzte Symbolsprache der
Sendung wird herausgestellt.
Von dem, was die knallbunten Vier im Internet anstellen kann anschließend
ebenso berichtet werden wie über ein Teletubbycafé,
in dem sich Erzieherinnen und Eltern treffen, um über die Sendung
zu diskutieren. Ein Beitrag, in dem ausgehend von der Teletubbiesendung
allgemeine Anregungen für den Umgang mit Fernsehwünschen
von Kindern im Vorschulalter gegeben werden, rundet dieses Buch
schließlich ab, das in vielen seiner Beiträge direkt
oder indirekt aufzeigt, das auch ganz kleine Kinder schon recht
kompetente Medienbenutzer sind, wenn Erwachsene sie dabei aufmerksam
und liebevoll begleiten.
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