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Bewegungsmangel
durch den Computer im Kindergarten?
Nun sitzen Kindern noch mehr vor dem Bildschirm und das auch noch
im Kindergarten. Als ob der Fernsehkonsum in der Familie nicht schon
genug ist. Wird mit der Computernutzung nicht eine Einschränkung
der sonstigen körperlichen Aktivitäten vorgenommen? Abgesehen
von wenigen motorischen Aktivitäten (z.B. nach der Musik tanzen,
die Maus mit der Hand bedienen) sitzen die Kinder doch vorwiegend
am Bildschirm. Dabei ist ihre körperliche Aktivität relativ
gering.
Leider hört man diese Bedenken zur Bewegungsarmut vor allem
in Bezug auf die Nutzung von Bildschirmmedien. Wenn Kinder malen,
basteln oder kneten, sitzen sie in der Regel aber auch für
einen längeren Zeitraum an einem Tisch. Diese Tätigkeiten
werden aber weniger kritisch gesehen, weil die Kinder bei diesem
Tun ja „kreativ“ sind. Dabei wird übersehen, dass
sich Kinder auch mit dem Computer kreativ ausdrücken können,
z.B. wenn sie im Paint-Programm ein Bild gestalten.
Dennoch, die Sorgen und Ängste um den Bewegungsmangel müssen
ernst genommen werden und sie sind sicher nicht immer unberechtigt.
Doch handelt es sich dabei um eine grundsätzliche Frage, wie
der PC in der Kindertagesstätte eingesetzt wird. Ein sinnvoller
Einsatz ist immer nur als Ergänzung zu verstehen. Was für
eine schreckliche Vorstellung wäre es, säßen die
Kinder nur noch vor dem Bildschirm. Dies ist aber zum Glück
nicht der Fall in den KiTas. Wichtig ist, dass ein gutes Maß
gefunden wird. Dafür können, gemeinsam mit den Kindern,
Regeln verabredet werden. Solche Regeln könnten so aussehen:
Wenn draußen gutes Wetter ist, bleibt
der Computer aus, weil ich dann lieber draußen spielen und
toben will.
Ich spiele nicht länger als 30 Minuten pro Tag am Computer
(Wecker hinstellen). Dazu bekomme ich ein »PC-Kärtchen«,
das ich nach dem Spiel in eine Schachtel lege.
Ich mache, nach dem ich am Computer gearbeitet habe, ein paar Augenübungen.
Z.B.: Schaue ich in die Ferne und beobachte einen Vogel am Himmel.
Nun schaue ich mir genau die Ameise an, die über die Steinplatte
läuft.
Text von Sabine Eder

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