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Schlussbericht Enquete-Kommission zur "Kultur in Deutschland"
Enquete-Kommission zur Kultur in Deutschland hebt den Blickwechsel e.V. als wichtige Institution der frühkindlichen Medienbildung hervor.

"Die Vermittlung von Medienkompetenz muss zuerst in der Familie als erste Bildungswelt für Kinder und Jugendliche stattfinden. Doch die Familie kann nur das an Wissen und Möglichkeiten bereitstellen, was auch vorhanden ist. Erwachsene haben angesichts der rasanten Entwicklung des Informationszeitalters oftmals Nachholbedarf gegenüber der in einer Medienwelt aufwachsenden Kinder- und Jugendgeneration. Um diese "Generationslücke" zu beheben, ist eine kontinuierliche Weiterbildung für die erwachsene Generation vonnöten.

Der Kindergarten und der Hort sind wichtige Orte für die Aufarbeitung der kindlichen Medienerfahrungen und Medienerziehung sollte schon hier als Bildungsaufgabe wahrgenommen werden. Die Hälfte der Fünf- bis Sechsjährigen in Deutschland geht bereits mit Computern um. Der Verein für Medien- und Kulturpädagogik "Blickwechsel e. V." setzt zum Beispiel mit seinen Fortbildungsangeboten genau an diesem Punkt an. Kindertageseinrichtungen sind ein wichtiger Ort, Medienerfahrungen der Kinder aktiv aufzugreifen und ihre konstruktive Bearbeitung im gemeinsamen Spiel der Kindergruppe zu fördern. In den Ausdruckformen der Kinder beim Spiel lassen sich immer Spuren von Medienerlebnissen bzw. Medienerfahrungen finden. Im (freien) Spiel mit anderen Kindern in der Gruppe ergeben sich zahlreiche Gelegenheiten, Medienerfahrungen fantasievoll einzubeziehen, Medieneindrücke nachzuspielen oder in die Rolle von Medien-"Helden" zu schlüpfen. Im Alter von zwei bis vier Jahren lernen Kinder bei entsprechender Anregung und Förderung überdies leicht Zweitsprachen bzw. Mehrsprachen. Hierbei können Kinderfilme von Bedeutung sein, insbesondere für die Kinder mit Migrationshintergrund" (Auszug aus: Schlussbericht Enquete-Kommission zur "Kultur in Deutschland", Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode – Drucksache 16/7000, S. 396 f.).

Der gesamte Schlussbericht steht als PDF-Download (6,4 MB) bereit unter: http://www.bundestag.de/parlament/gremien/kommissionen
/enqkultur/schlussbericht/schlussbericht/schlussbericht.pdf