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22. Kinderfilmfest, Göttingen
Mafia-Krimi in der IGS
Göttinger Tageblatt, 19.10.2005

 

»Blickwechsel« ist ein Göttinger Verein, der Filme mit Kindern macht. Die Mitarbeiter gehen in die Schulen oder in Jugendeinrichtung, bringen ihre Ausrüstung mit und drehen mit den Kindern Filme. Zum 22. Kinderfilmfest des Kino Lumière hat »Blickwechsel« mit zwölf Schülern der IGS einen Krimi gedreht. Der Film wurde im Lumière gezeigt.
Spannend und lustig soll der Film werden, darüber sind sich die Jungen und Mädchen einig. Ein Krimi soll es sein. Und ein Zauberstein, der die Menschen wegbeamen kann, soll in dem Film vorkommen, den die Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS) erarbeiten. Alan, Alena, Anna und Antonia, David, Felix, Jonas, Louisa, Matthias, Miriam, Naja und Yeliz nehmen am viertägigen Filmworkshop des Vereins »Blickwechsel« teil. Aufgabe ist es, gemeinsam ein Drehbuch für einen Film zu erarbeiten und den Film dann gleich zu drehen.
Das Ergebnis, der Film »Das Labor«, wurde am Sonntag zum Abschluss der Kinderfilmtage im Göttinger Lumière vor einem voll besetzten Kinosaal gezeigt.

Lustige Ideen
Das Schwierigste ist das Drehbuch, erklärte Bine Eder von »Blickwechsel« zu Beginn. Sie und Tina Deckert betreuten den Kurs, hatten Kameras, Requisiten und Einfälle mit in die IGS gebracht. Und wirklich dauerte es eine ganze Weile und viele lustige Ideen, bis eine Geschichte stand, die auch tatsächlich logisch war und verfilmt werden konnte. »Erzähl die Geschichte so, als würdest Du durch die Kamera gucken«, forderte Bine Eder Matthias auf.
Genau festgelegt werden mussten Handlung, Ort und Personen. Wichtig ist immer, sich zu überlegen, für wen der Film gedreht wird und was er aussagen soll. Die Texte werden bei einem solchen Film nicht genau festgelegt: Zum Glück mussten die Schauspieler also nichts auswendig lernen. Aber auch so gab es genug zu tun.

Menschen wegzaubern
Einen so genannten Stopp-Trick hatten die Elf- bis 13-Jährigen bereits gelernt: Mit einem Stativ wird dabei eine Szene gefilmt. Dann bleibt einer der Schauspieler starr stehen, die Kamera wird abgeschaltet, der Darsteller geht aus dem Bild – und dann wird am gleichen Ort weiter gedreht. Der Effekt ist klasse: So kann man Menschen wegzaubern. Man kann ihnen auch Hüte aufsetzen oder sie auf eine Mauer hexen. Viele Tricks, die im Kino so kompliziert aussehen, sind eigentlich ganz einfach.
Teilnehmen wollten viele Kinder, zwölf wurden schließlich ausgelost. Einige, wie Antonia, wollten vor der Kamera eine Rolle spielen. Andere wollten sich nicht gern selber im Film sehen und standen lieber hinter der Kamera. Sie filmten oder waren für die Requisitien zuständig. Entstanden ist eine Krimi-Mafiageschichte, in der ein »Teleporter« zum Beamen von Personen eine Hauptrolle spielt. Es war also viel los, und alle hatten Spaß.

von Verena Leidig