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»Blickwechsel«
ist ein Göttinger Verein, der Filme mit Kindern macht. Die
Mitarbeiter gehen in die Schulen oder in Jugendeinrichtung, bringen
ihre Ausrüstung mit und drehen mit den Kindern Filme. Zum 22.
Kinderfilmfest des Kino Lumière hat »Blickwechsel«
mit zwölf Schülern der IGS einen Krimi gedreht. Der Film
wurde im Lumière gezeigt.
Spannend und lustig soll der Film werden, darüber sind sich
die Jungen und Mädchen einig. Ein Krimi soll es sein. Und ein
Zauberstein, der die Menschen wegbeamen kann, soll in dem Film vorkommen,
den die Schüler der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule
(IGS) erarbeiten. Alan, Alena, Anna und Antonia, David, Felix, Jonas,
Louisa, Matthias, Miriam, Naja und Yeliz nehmen am viertägigen
Filmworkshop des Vereins »Blickwechsel« teil. Aufgabe
ist es, gemeinsam ein Drehbuch für einen Film zu erarbeiten
und den Film dann gleich zu drehen.
Das Ergebnis, der Film »Das Labor«, wurde am Sonntag
zum Abschluss der Kinderfilmtage im Göttinger Lumière
vor einem voll besetzten Kinosaal gezeigt.
Lustige Ideen
Das Schwierigste ist das Drehbuch, erklärte Bine Eder von »Blickwechsel«
zu Beginn. Sie und Tina Deckert betreuten den Kurs, hatten Kameras,
Requisiten und Einfälle mit in die IGS gebracht. Und wirklich
dauerte es eine ganze Weile und viele lustige Ideen, bis eine Geschichte
stand, die auch tatsächlich logisch war und verfilmt werden
konnte. »Erzähl die Geschichte so, als würdest Du
durch die Kamera gucken«, forderte Bine Eder Matthias auf.
Genau festgelegt werden mussten Handlung, Ort und Personen. Wichtig
ist immer, sich zu überlegen, für wen der Film gedreht
wird und was er aussagen soll. Die Texte werden bei einem solchen
Film nicht genau festgelegt: Zum Glück mussten die Schauspieler
also nichts auswendig lernen. Aber auch so gab es genug zu tun.
Menschen wegzaubern
Einen so genannten Stopp-Trick hatten die Elf- bis 13-Jährigen
bereits gelernt: Mit einem Stativ wird dabei eine Szene gefilmt.
Dann bleibt einer der Schauspieler starr stehen, die Kamera wird
abgeschaltet, der Darsteller geht aus dem Bild – und dann
wird am gleichen Ort weiter gedreht. Der Effekt ist klasse: So kann
man Menschen wegzaubern. Man kann ihnen auch Hüte aufsetzen
oder sie auf eine Mauer hexen. Viele Tricks, die im Kino so kompliziert
aussehen, sind eigentlich ganz einfach.
Teilnehmen wollten viele Kinder, zwölf wurden schließlich
ausgelost. Einige, wie Antonia, wollten vor der Kamera eine Rolle
spielen. Andere wollten sich nicht gern selber im Film sehen und
standen lieber hinter der Kamera. Sie filmten oder waren für
die Requisitien zuständig. Entstanden ist eine Krimi-Mafiageschichte,
in der ein »Teleporter« zum Beamen von Personen eine
Hauptrolle spielt. Es war also viel los, und alle hatten Spaß.
von Verena Leidig
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