| Der Blickwechsel
e.V. hat in Kooperation mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten
(ijgd) ein Jugend-Mediencamp in Bremen durchgeführt.
Unter der Anleitung von Maren Risch haben insgesamt 12 junge Menschen
aus Japan, Deutschland, Tschechien, Italien, Spanien und den USA
an dem Mediencamp teilgenommen. Schwerpunkt war zum einen die praktische
Medienarbeit mit der TRICKBOXX des Ki.KA – der Kinderkanal
von ARD und ZDF – und das Ausprobieren verschiedener Techniken
aus der Videoarbeit.
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Die Workcamp-Idee: Interkultureller
Austausch mit und durch Medienarbeit
Ganz im Sinne der ijgd und dem kulturpädagogischen Ansatz des
Blickwechsel e.V. bleibt es nicht bei reiner Technikkunde und dem
Drehen von Videos. Wie bereits beim ersten Workcamp 1948 hat auch
das Jugend-Mediencamp in Bremen das übergeordnete Ziel, »durch
kleine internationale Gruppen Freiwilliger, die zusammen leben,
arbeiten und lernen, Frieden aufzubauen und zu erhalten« (www.ijgd.de/Die-Grundidee.165.0.html)
Heute steht die Workcamp-Arbeit auf sechs Säulen, die sich
im Gruppenleben wieder finden. So sind internationale Begegnungen
an der Tagesordnung, gemeinsam wird gearbeitet, sich kennen- und
verstehen gelernt und so Einsicht in Mentalität und Kulturen
des Anderen gewonnen. Das Jugend-Mediencamp in Bremen bot daher
einen anderen Tourismus als den sonst üblichen Pauschalurlaub.
Viel mehr wurde kultureller Austausch mit praktischer Medienarbeit,
dem Reflektieren der eigenen Mediennutzung und der kreativen Gestaltung
eines Videofilms praktiziert. Durch den freiwilligen Einsatz werden
Selbstorganisation, soziales Lernen, die Emanzipation der Geschlechter
und ökologisches Lernen im Alltag gelebt.
Der Anfang — Erste Stopp-Tricks
Auch für medienerfahrene Jugendliche und junge Erwachsene ist
das Entdecken von Videotricks eine spannende Angelegenheit. Obwohl
jedem Spezialeffekte bekannt sind, ist das eigene Ausprobieren etwas
ganz besonders. Mit einfachen Stopp-Tricks wie dem Schuhwettrennen
gelingt ein erster Einstieg in die Medienarbeit.
Zu sehen ist, wie Carolin (24) aus den USA gemeinsam mit den anderen
Teilnehmer/innen die Schuhe ein Stückchen weiter zum Ziel schiebt.Ansporn
– Arbeit mit der TrickboXX des Ki.Ka
Die eigens vom Kinderkanal ausgeliehene TRICKBOXX war eine der Attraktionen
für das Mediencamp, bereits beim Aufbau wird klar – Videoarbeit
ist immer Teamarbeit. Felix (16) und Yu (18) aus Japan gelingt es
aber schnell die BOXX zusammen zu bauen. Anschließend ging
es gleich in Kleingruppen an die Arbeit.
Besonders beliebt war das „Team-Zeichnen“: Zwei Personen
malen mit zwei unterschiedlich farbigen Stiften kleine Figuren und
Texte – dabei geht es sehr langsam und immer nur Stich für
Strich voran.
Die Ergebnisse sind kleine gemalte Trickfilme in denen ein Gemälde
entsteht.
Kreativ — eigene Stories verfilmen
Kamilla (19) aus Tschechien hat eine eigene Filmidee im Kopf und
gestaltet dazu eine kleine Bühnenlandschaft aus Zweigen und
Blättern. Anschließend animiert sie kleine Dinosaurier,
die durch Büsche und über Berge laufen. Gemeinsam mit
Felix und der Spanierin Mercedes (19) gelingt den dreien gleich
am zweiten Projekttag ein kleiner Animationsfilm.
Anspruchsvoll — im Schnitt entsteht
der Film
Michaela (22) und Stefano (23) haben ihre ersten bewegten Bilder
in den Rechner geladen und machen gemeinsam ihren ersten Versuch
mit dem Schnittprogramm Movie Maker und i-StopMotion
Neben dem Medienangebot stand für die internationale Gruppe
natürlich auch ein Freizeitprogramm an: Ausflüge nach
Hamburg und ins Bremer Umland, aber auch das Erkunden der Stadt
standen auf dem Programm. Verantwortlich für die Gestaltung
war dabei die Gruppe selbst. Untergebracht waren die Teilnehmer/innen
im Bremer MädchenKulturhaus – dort wurde gelebt, gekocht,
geschlafen und natürlich mächtig viel gefilmt, getrickst
und geschnitten.
Das Medien-Camp wurde in Zusammenarbeit mit den Internationalen
Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) organisiert.
Weitere Informationen zu den Internationalen Gemeinschaftsdiensten
sind unter www.ijgd.de
zu finden.
Das Projekt 2008 bietet medienpädagogisch Interessierten die
Möglichkeit zu Hospitieren. Für weitere Fragen: maren.risch@blickwechsel.org
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