So kam es, dass der Blickwechsel nach
Luxemburg reiste. Angefragt wurden wir vom Ministère
de l’Education nationale et de la Formation professionnelle.
Den Kontakt zu diesem Ministerium stellte Frau Appelhoff
von der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen
(LfM) her. Das Interesse des Ministère de l’Education
richtete sich in erster Linie auf das medienpädagogische
Qualifizierungsmodell für ErzieherInnen, das der
Blickwechsel seit vielen Jahren erfolgreich in mehreren
deutschen Bundesländern anbietet.
So konzipierten wir auch für Luxemburg flexibel
kombinierbare Seminarbausteine für ErzieherInnen
und Lehrkräfte. Und merkten dabei, wie trotz jahrelanger
Seminarerfahrung ein "Auslandseinsatz" doch
ein bisschen für Lampenfieber sorgt und einige
Fragen aufwirft... Gibt es noch ganz andere MedienheldInnen
in Luxemburg? Wie sind die Arbeitsbedingungen in Kindergarten
und Schule? Welche Mediennutzungsstatistiken können
wir verwenden? Gibt es spezielle Erhebungen für
Luxemburg?
Unsere Ansprechpartnerinnen im Ministerium, Frau Pascale
Petry und im Conseil national des Programmes, Frau Carole
Kickert, stellten uns Materialien zur Verfügung,
aus denen der Stand der medienpädagogischen Arbeit
in Luxemburg hervorgeht. Repräsentative Statistiken
über Mediennutzung in Luxemburg konnten wir nicht
ausfindig machen, aber während wir recherchierten
und unsere Arbeitsblätter und Methoden anpassten,
wurde uns schnell wieder klar, was wir in der ersten
Aufregung um den "Auslandseinsatz" fast übersehen
hätten: Medien machen vor den Ländergrenzen
nicht halt, wir sehen die selben Programme und RTL hat
schließlich seinen Hauptfirmensitz in Luxemburg.
Zusätzlich zeigen europäische Erhebungen,
dass nicht nur die Programme dieselben sind, sondern
auch deren Nutzung sich im europäischen Vergleich
sehr ähnelt.
Am 24. November 2005 starteten wir schließlich
in Richtung Luxemburg – im Gepäck Projektbeispiele,
Anschauungsmaterialien, Broschüren uvm. Nach sechsstündiger
Fahrt erreichten wir kurz nach Mitternacht unser Ziel.
Luxemburg: auf 2.586 qkm Fläche leben knapp 430.000
Menschen, die sich auf deutsch, französisch und
lëtzebuergesch verständigen (http://www.ont.lu).
Das erste Seminarwochenende fand vom 25.–27. November
2005 statt: "Als CD noch Seife war..." und
„Die Glotze im Kinderzimmer und der PC als Spielkamerad“.
Das SCRIPT (Service de Coordination de la Recherche
et de l’Innovation pédagogiques et technologiques)
mit Herrn Camille Peping, Frau Nadia Reuter, und anderen
netten KollegInnen war für die Organisation zuständig
und stellte Technik und Räume zur Verfügung.
Alles lief wie am Schnürchen: gute organisatorische
Rahmenbedingungen, eine nette, interessierte Gruppe
aus knapp 20 ErzieherInnen und LehrerInnen und eine
intensive, freundliche Arbeitsatmosphäre.
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In der folgenden Tabelle sind die angebotenen Seminarbausteine
im Überblick zu sehen. Vom 17.–19. März
2006 hatten TeilnehmerInnen aus dem ersten Workshop
– aber auch neue Interessierte – die Möglichkeit,
an den Workshops "TV selbst gemacht" und "Total
digital" teilzunehmen. Vom 06.–08. Oktober
2006 gab es ein weiteres Grundlagenseminar und für
2007 sind weitere Grundlagen- und Praxisseminare geplant.
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