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»Filme
machen« stand in der vergangenen Woche auf dem Stundenplan
der Hermannn-Nohl-Schule. Zusammen mit Mitarbeiterinnen des Vereins
»Blickwechsel« drehten die Schüler einen Trickfilm.
Stellt euch vor, ihr sitzt im Kino und auf der Leinwand läuft
gerade euer eigener Film. Gibt's nicht? Gibt's doch. Zehn Grundschüler
der Göttinger Herrmann-Nohl-Schule haben in der vergangenen
Woche gemeinsam mit dem Verein »Blickwechsel« ihren
eigenen Trickfilm zum Thema »Gewalt in der Schule« gedreht.
Sabine Eder, die 1. Vorsitzende des »Blickwechsel«,
sitzt mit Alannah, Maya und Elisabeth vor der großen weißen
Trickbox und gemeinsam überlegen sie, wie sie die Hauptdarstellerin
ihrer Geschichte, die die drei Grundschülerinnen auch selber
gezeichnet haben, am besten weinen lassen. Dazu, da sind sich alle
einig, muss sie auf jeden Fall einen anderen Mund bekommen, denn
ihr jetziger ist eindeutig zu fröhlich. »Braucht ihr
den?« fragt der neunjährige Luis und bringt einen selbstgebastelten.
Der passt.
Die Kinder übernehmen fast die gesamte Technik. Sie tauschen
die selbstgemalten Hintergründe aus und wählen die Einstellungen
selber. Die neunjährige Pepper sitzt aufmerksam an der Fernbedienung
und drückt an den richtigen Stellen den Aufnahmeknopf. Sabine
Eder und ihre beiden Mitarbeiterinnen Maren Risch und Christiane
Orywal beschränken sich dabei auf kleine Hilfestellungen.
Bewegte Bilder
Die Sprache der Figuren kommt später hinzu – natürlich
von den Schülern selber gesprochen. aber wie passen sie die
Bewegungen der Sprache an, wenn die Figuren jetzt doch noch gar
nicht reden? Frederik stoppt die Zeit, in der Katharina den Satz
ihre Hauptfigur nachspricht. Und Alannah erklärt, wie's geht:
»Wenn wir wissen, wie lange es dauert, zum Beispiel fünf
Sekunden, dann rechnen wir fünf mal acht, weil man acht Mal
in der Sekunde filmen muss.« Also muss Pepper insgesamt 40
mal auf den Aufnahmeknopf drücken, und dazwischen werden die
Figuren immer ein kleines Stückchen weiterbewegt. So entstehen
die bewegten Bilder.
Beim Göttinger Kinderfilmfest dürfen die zehn kleinen
Filmemacher ihre Werke schließlich vorstellen. Und wenn auch
mal Lust habt, Regisseurin oder Kameramann zu sein, dann kommt »Blickwechsel«
auch gerne in eure Schule. Informationen gibt es telefonisch unter
0551 / 48 71 06 oder im Internet unter www.blickwechsel.org.
Rebecca Nordmann
Dank an die Redakteurin Frau Rebecca Nordmann für die Freigabe
des Artikels.
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