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Im Bielefelder Max-Planck-Gymnasium
nutzten zwei 7. Klassen die Chance, ihren Kunstunterricht einmal
ganz anders als üblich zu gestalten. In Kooperation mit dem
Blickwechsel e.V. ermöglichte die Lehrerin Conny Richter ihren
Schülerinnen und Schülern mehr als nur einen Blick hinter
die Kulissen der Trickfilmarbeit.
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Grau ist alle Theorie
Grundkenntnisse über Filmeffekte und Kinotechnik haben heute
bereits viele Jugendliche. Als Medien erfahrene Kino-Fans und Fernseh-Profis
wissen sie, dass beim Film mit Tricks und digitalen Effekten gearbeitet
wird. Ob bei Harry Potter oder den bekannten Animationsfilmen wie
South Park und YuGiOh, ohne Tricks geht’s nicht! Damit kennen
sich viele Jugendliche schon ganz gut aus. Aber selbst an der Kamera
zu stehen ist doch etwas anderes!
In zeitintensiver Projektarbeit erstellten die Schülerinnen
und Schüler im Kunstunterricht Storyboards, Hindergründe,
stellten Figuren und Requisiten aus Papier her, bauten Kulissen
auf und suchten nach passender Musik für ihren Trickfilm –
nach Abschluss der Vorbereitungen ging es dann an die Arbeit mit
der aus dem KIKA (Kinderkanal von ARD/ZDF) bekannten TRICKBOXX.
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Achtung Aufnahme!
An zwei Schultagen setzte je eine Klasse ihre Trickfilm-Ideen eigenhändig
um. Nach einer kurzen Besprechung und dem Vorstellen der Mini-Drehbücher
starteten die einzelnen Teams mit dem Aufbau der TRICKBOXX. Verkabelung,
Kamerajustierung und Bühnenbau beanspruchten Zeit und Geduld.
„Können alle Ideen wie geplant umgesetzt werden oder
muss umgedacht werden?“ – In echter Teamarbeit und unter
Anleitung von Christiane Orywal und Maren Risch vom Blickwechsel
e.V. gelang es in nur einem Drehtag mit jeder Klasse vier Trickfilme
zu erstellen. Das erste Sichten des Rohmaterials zeigte, kreative
Filmideen wurden erfolgreich umgesetzt:
Eine Meerjungfrau rettet ein ertrinkendes Kind; ein Gestrandeter
findet den rettenden Schatz, WM-Kicker zeigen ihre Stärken,
gefleckter Pudding wird beworben, Red Bull verleiht nicht immer
die richtigen Flügel, Politiker werden zu Trickfilmfiguren,
Gary (die Hausschnecke von Sponge-Bob) wird gerettet und Rauchen
gefährdet auch im Trickfilm die Gesundheit!
Die Schülerinnen und Schüler übten sich beim Ansehen
ihrer animierten Ergebnisse bereits in Filmkritik und lobender Anerkennung
wie die Profis. Wer einmal verstanden hat, wie die „Arbeit
mit dem Trick“ funktioniert, sieht auch leicht, wie es das
nächste Mal noch besser gehen kann, entdeckt immer neue Möglichkeiten
und bekommt Lust auf mehr.
Die Schülerinnen und Schüler werden die insgesamt acht
kurzen Trickfilme im Rahmen des Schulfestes 2006 am Bielefelder
Max-Planck-Gymnasium im zum hauseigenen Kino umgebauten Bio-Raum
präsentieren. Wir wünschen viel Spaß und gutes Gelingen!
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